Satzung

Präambel

Der Arbeitskreis Spielkultur, der seit dem 14.09.1998 als nicht eingetragener Verein betrieben wird und den Gedanken der freien Software in der Öffentlichkeit vertritt, legt in dieser Urkunde seine Satzung, die bisher nur in mündlicher Form existierte, in schriftlicher Form nieder.

§1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

(1) Der Verein führt den Namen "Arbeitskreis Spielkultur". Er soll eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz "e.V.".
(2) Der Verein hat seinen Sitz in Bonn.
(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr ist ein Rumpfjahr.

§2 Zweck des Vereins

(1) Der Verein setzt sich für die Erstellung und Verbreitung unentgeltlicher (freier) Software ein und proklamiert den Gedanken der freien Software als fortschrittliches Kulturgut in der Öffentlichkeit.
(2) Der Verein kann alle Aktivitäten entfalten, die geeignet erscheinen, diesen Zweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern, insbesondere:
- Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen
- Planung und Durchführung von und Mitwirkung an Informationsveranstaltungen
- Planung, Durchführung und Mitwirkung an Tutorien
- Bereitstellen und Verfassen geeigneter Literatur
- Unterstützung von Mitgliedern und vereinsfremden Personen bei der Planung und Ausarbeitung von Projekten oder Projektteilen, die zur Veröffentlichung freier Softwareprodukte (Titel) führen sollen.
- Beanspruchung von entgeltlichen und unentgeltlichen Dienstleistungen vereinsfremder Personen
- Bereitstellung derartiger Produkte mittels geeigneter Verteilungsplattformen
(3) Der Verein ist parteipolitisch neutral und vertritt den Grundsatz religiöser, ethnischer und weltanschaulicher Toleranz.
(4) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(5) Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und - in ihrer Eigenschaft als Mitglieder - auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es dürfen keine Personen durch Ausgaben, die den Zielen des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Zuwendungen begünstigt werden.

§3 Mitgliedschaft

(1) Die Mitglieder sind verpflichtet, ihre Beiträge fristgerecht zu zahlen. Die Mitglieder können ihre Stimmrechte in der Mitgliederversammlung wahrnehmen.
(2) Mitglieder können natürliche und/oder juristische Personen sein. Ein Antrag auf Erwerb der Mitgliedschaft (Aufnahmeantrag) ist beim Vorstand einzureichen. Der Aufnahmeantrag muss schriftlich oder durch Fernkopie, Telegramm, E-Mail oder andere Formen der Nachrichtenübermittlung, die einen Nachweis des Absendens sicherstellen, eingereicht werden. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
(3) Die Mitgliedschaft erlischt
1. durch Tod oder Auflösung des Mitglieds,
2. durch Auflösung des Vereins,
3. durch Kündigung,
4. durch Ausschluss.
Die Kündigung ist nur zum Jahresende möglich. Die Kündigung muss spätestens einen Monat vorher schriftlich oder durch Fernkopie, Telegramm, E-Mail oder andere Formen der Nachrichtenübermittlung, die einen Nachweis des Absendens sicherstellen, beim Vorstand eingegangen sein. Bei vereinsschädigendem Verhalten kann ein Mitglied durch Beschluss der Mitgliederversammlung, der mit einfacher Mehrheit der Anwesenden gefasst wird, ausgeschlossen werden. Die Entscheidung über den Ausschluss muss als Tagesordnungspunkt in der Einladung zur Mitgliederversammlung genannt worden sein; anderenfalls ist der Beschluss ungültig.

§4 Beschaffung der Mittel zur Verwirklichung der Vereinszwecke

(1) Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben, deren Höhe von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.
(2) Der Verein kann Sach- oder Geldspenden annehmen.

§5 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:
1. der Vorstand
2. die Mitgliederversammlung.

§6 Der Vorstand

(1) Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich und führt die laufenden Geschäfte.
(2) Der Vorstand besteht aus zwei Personen, die Vereinsmitglieder sein müssen. Der Vorstandsvorsitzende und sein Stellvertreter werden von der Mitgliederversammlung gewählt.
(3) Die Vorstandsmitglieder sind grundsätzlich nur gemeinschaftlich zur Geschäftsführung befugt (Gesamtgeschäftsführung) und gemeinschaftlich zur Vertretung bevollmächtigt (Gesamtvertretungsmacht). Ein Vorstandsmitglied ist einzelgeschäftsführungsbefugt und einzelvertretungsberechtigt für Bargeschäfte, die einen Wert von 100 EUR nicht übersteigen.

§7 Die Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand, den Schatzmeister und ihre Stellvertreter. Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Anzahl der erschienenen Mitglieder stets beschlussfähig. Sie beschließt mit einfacher Mehrheit der Anwesenden, ausser bei Satzungsänderungen oder bei Vereinsauflösung.
(2) Die Mitgliederversammlung tritt mindestens einmal jährlich zusammen, zusätzlich nach Bedarf. Die Ladung zur Mitgliederversammlung muss unter Angabe der Tagesordungspunkte mindestens eine Woche im Voraus schriftlich oder durch Fernkopie, Telegramm oder andere Formen der Nachrichtenübermittlung, die einen Nachweis des Absendens sicherstellen, erfolgen.

§8 Satzungsänderungen

(1) Satzungsänderungen können nur von der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Anwesenden beschlossen werden. Die Satzungsänderung muss als Tagesordnungspunkt in der Ladung zur Mitgliederversammlung genannt worden sein; anderenfalls ist der Beschluss ungültig.
(2) Für Satzungsänderungen, die eine Änderung des Vereinszwecks darstellen, ist eine Mehrheit von drei Vierteln der Anwesenden erforderlich.

§9 Vereinsauflösung

Die Vereinsauflösung kann nur von der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Anwesenden beschlossen werden. Die Vereinsauflösung muss als Tagesordnungspunkt in der Ladung zur Mitgliederversammlung genannt worden sein; anderenfalls ist der Beschluss ungültig.